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HR-Trends 2021: Human Resources im Betrieb

  • Sabine Wölfel
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HR-Trends 2021: Human Resources im Betrieb

HR-Trends 2021: Vor genau einem Jahr standen im Bereich Human Resources Ziele wie die Umsetzung flexibler Arbeitsmodelle, digitale Weiterbildung und mehr Mitarbeiterbeteiligung, kurz das menschenzentrierte Unternehmen auf dem Plan. Statt Feel-Good-Management und Work-Life-Integration drehte sich durch Corona plötzlich alles um Kurzarbeit und Krisenstäbe. Stand bis Mitte 2020 noch die Überwindung der Pandemie-Situation im Mittelpunkt, stellt sich nun, Anfang 2021 die Frage, wie ein langfristig erfolgreicher Wandel in der Firmenorganisation bewerkstelligt werden kann.

Herausforderungen in Zeiten von Corona

Zentrum des Wandels ist die HR-Abteilung. Statt sich nur um das Recruiting und die Personalverwaltung zu kümmern, hat sie mittlerweile die Aufgabe, die gesamte Organisation neu zu gestalten und an die aktuellen Herausforderungen anzupassen. Natürlich steht jedes Unternehmen abhängig von Faktoren wie Größe, Anzahl Beschäftigte und Branche vor individuellen Fragestellungen. Für die drei folgenden Fragen wird jedoch jeder Personalchef Antworten finden müssen.

 

Die Digitalisierung des Arbeitsalltags und die HR Trends 2021

Den Büroalltag im Homeoffice zu gestalten, ist für viele nicht einfach. Sind technische Voraussetzungen, wie eine stabile und schnelle W-LAN-Verbindung und ein funktionstüchtiger PC/Laptop vorhanden, sind Fragen zum Arbeitsschutz, wie zum Beispiel die Pausenorganisation oder die ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes lange nicht geklärt. Der Umgang mit neuen Programmen muss erlernt werden, ebenso wie die Online-Kommunikation. Kurze Absprachen von Schreibtisch zu Schreibtisch fallen weg und müssen durch Chatprogramme oder Online-Konferenzen ersetzt werden. Das betrifft natürlich auch den Informationsaustausch mit Vorgesetzten.

Diese haben neben völlig neuen Strukturen ein weiteres Problem: Wie können sie den Einzelnen zu Hause kontrollieren? Auch hier ist ein Umdenken zwingend nötig: Der Schwerpunkt kann nicht mehr auf einem kleinschrittig überwachten Arbeitsprozess liegen, da der Mitarbeiter zu Hause fast nur noch am Arbeitsergebnis gemessen werden kann. So müssen u.a. regelmäßige fest vereinbarte Gesprächstermine fixiert werden, woraus auch für die Führungsriege jede Menge Fortbildungsbedarf entsteht.

 

Mitarbeiter und Vorgesetzte haben Fortbildungsbedarf

Neben der technischen Umsetzung entsteht durch die Digitalisierung also eine erhöhte Nachfrage an Fort- und Weiterbildungen. Hier müssen Sie vor allem diejenigen im Team abholen, die keine „Digital Natives“ sind, damit sie nicht den Anschluss verlieren. Die Umstrukturierung der Unternehmensabläufe birgt gerade an diesem Punkt jedoch viele Chancen. Steht, wie schon vor Corona gefordert, der „Mensch im Mittelpunkt“, können gut geschulte Angestellte aus der Pandemie-Zeit erwachsen, die mit größerer Verantwortung oder gar neuem Arbeitsfeld motivierter und somit effizienter arbeiten. Hier ist es selbstverständlich wichtig, den Kolleginnen und Kollegen aufmerksam anzuhören: Was sind ihre bevorzugten Arbeitsweisen und -inhalte? In welche Richtung möchten sie sich entwickeln?

Auch das  Thema Mitarbeiterführung birgt hohes Potential. Als Vorgesetzter, der sein Team bei Umstrukturierungsprozessen mit ins Boot holt, Arbeitsabläufe, Kommunikationswege und Bewertungssysteme gemeinsam gestaltet, werden Sie mit einer gestiegenen Motivation und Produktivität rechnen können.

 

Der Mensch im Mittelpunkt

Der einzelne Beschäftigte muss nicht nur bezüglich seiner Interessen und seines beruflichen Potentials in den Fokus rücken. Um einen langfristigen Weg in der  aktuellen Situation für sie oder ihn zu finden, müssen auch die gesundheitlichen und sozialen Bedürfnisse eine Rolle spielen. Genauso wichtig wie der bereits oben erwähnte ergonomische Arbeitsplatz ist es, dem Mitarbeiter Kenntnisse in den Bereichen Zeitmanagement und Ernährung an die Hand zu geben. Schließlich führt der Weg in der Mittagspause nun nicht mehr in die Kantine, sondern in die heimische Küche. Darüber hinaus heißt es jetzt nicht mehr Arbeit von 9:00 bis 17:00 Uhr, unterbrochen von Mittag- und Kaffeepausen mit den Kollegen, sondern im Zweifelsfall Home-Office mit zwei schulpflichtigen Kindern und einem Computer. Da sind Kenntnisse in Selbstmotivation und Zeitmanagement, aber auch kompetent eingesetzte Entspannungstechniken unabdingbar.

Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung der kollegialen Bindungen für die Motivation. Auch hier steht die HR-Abteilung in der Verantwortung und sollte Maßnahmen entwickeln, um der Isolation des Einzelnen zu Hause entgegenzuwirken. Eine „virtuelle Kaffeeküche“ oder ein wöchentlicher „Online-Stammtisch“ sind nur zwei Möglichkeiten, den Zusammenhalt der Mitarbeiter und somit auch die Arbeitsmoral zu stärken.

 

Fazit zu den HR-Trends 2021

Im vergangenen Jahr sind viele HR-Abteilungen über sich hinausgewachsen. Bei der Organisation von Kurzarbeit und Home-Office, beim Gesundheitsschutz und in Krisensitzungen – die Bedeutung und der Arbeitsaufwand der Abteilung Human Resources ist gewachsen und wird das weiterhin tun. Die Hoffnung, dass bald alles wieder so sein wird wie früher, kann angesichts der aktuellen Lage, aber auch mit Blick auf die bereits eingeführten Heimarbeitsoptionen wohl getrost zu den Akten gelegt werden. Der Wandel der Arbeitswelt ist eine Tatsache, die für uns alle in den nächsten Jahren ein Thema sein wird. Stellen Sie sich der Herausforderung und nutzen Sie die Chancen, die sich als HR Trends 2021 ergeben. Holen Sie sich ggf. externe Unterstützung, um die Vielfalt der Aufgaben zu bewältigen. Das Team von HTB-Personalberatung ist gerne für Sie da!

 

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